Yseult Lendvai
Yseult Lendvai wurde in Lays-Les-Roses, Frankreich geboren. Ihre Tanzausbildung erhielt sie an der Ecole Supérieure de Danse du Quebec, die sie 1985 als Elevin beim Les Grandes Balletts Canadiens fortsetzte. Ein Jahr darauf ging sie ans Ballett British Columbia unter der Leitung von Reid Anderson. 1989 wechselte sie zum National Ballett of Canada, wo sie bis 1996 als Solotänzerin in zahlreichen Rollen reüssierte. In Kanada machte sich Yseult Lendvai besonders mit ihren subtil und prägnant interpretierten Hauptpartien im Cranko-Repertoire einen Namen. Als Erste Solistin mit breit gefächertem Ausdrucksvermögen tanzte sie außerdem in Choreografien von Sir Kenneth MacMillan, Frederick Asthon, William Forsythe, Jerome Robbins, Jiri Kilian, John Neumeier und Glen Tetley.
Als Erste Solistin am Stuttgarter Ballett tanzte sie seit 1996 diverse Partien in Werken von unter anderem Kevin O'Day, Christian Spuck, Jean Christophe Blavier, Dominique Dumais, Marguerite Donlon oder Douglas Lee, die vielfach Solorollen für sie kreierten. 1998 gab sie ihr Rollendebüt als Marguertite Gautier in Neumeiers Die Kameliendame und als Prinzessin in Uwe Scholz' Ballett Der Feuervogel. 2002 folgte ihr Rollendebüt als Columbine in Glen Tetleys Pierrot Lunaire. Mit dem Stuttgarter Ballett tourte sie durch die USA, Japan, Hong Kong und durch Europa. In Wien trat sie als Julia in Crankos Romeo and Juliet auf, in Dresden gastierte sie als Katherina in Der Widerspenstigen Zähmung, in London als Tatiana in Eugen Onegin. Vladimir Malakhov lud sie an die Staatsoper unter den Linden in Berlin ein, um dort die Rolle der Königin Mutter in Patrice Barts Version des Schwanensee zu tanzen.
